Ernährung für Kinder und Jugendliche

Ernährung des Kleinkindes vom 2.- 5. Lebensjahr

Kleinkind, Essen am Tisch, Gemüse, Obst, Eltern als Vorbild, Geduld Nahrungsmittel, Vitamine, Nährstoffe, Mineralstoffe

In der ersten Phase der festen Nahrungsaufnahme wird das Kleinkind durch Vorlieben, Abneigungen und Gefühle stark geprägt. Das Kind lernt in dieser Zeit viel neue Lebensmittel kennen. Es kommt häufig vor, das Nahrungsmittel gleich beim ersten Versuch geschmacklich durchfallen. Doch mit etwas Geduld besteht die Möglichkeit, dass das Kind nach mehrmaligem Anbieten das Nahrungsmittel akzeptiert. Dieser Prozess braucht oft bis zu zehn Versuche. Ein wichtige Vorbild sind hier die Eltern, die das verschmähte Nahrungsmittel gerne essen und beherzt zugreifen.

In der Kleinkindzeit werden die Kinder über ihre fünf Sinne stark geprägt. Das bietet den Eltern die Chance, in ihrem Kind spielerisch die Freude am gesunden Essen zu wecken. So schult ein vielseitiges Speisenangebot den Geschmackssinn des Kindes.

Ernährung des Schulkindes vom 6.-12. Lebensjahr

Schulkind, Ernährung, Gemüse, Vitamine, Mineralstoffe, Nährstoffe, Obst, Wachstum, Konzentration, Energie, Fastfood, Werbung, gemeinsame Einkäufe, gemeinsam kochen, Verantwortung

Das Essen des Schulkindes muss Energie und Nährstoffe liefern, die das Kind zum Lernen, Toben und für sein Wachstum benötigt. Der Einfluss der Eltern ist immer noch sehr groß, doch der Einfluss des Freundeskreises wird immer wichtiger. Es wird sich zunehmend an der Werbung orientiert, dadurch werden Fastfood und andere stark beworbene Produkte interessant.

Durch Diskussionen, Erklärungen und gemeinsame Kaufentscheidungen haben die Eltern die Chance, ihre Kinder zu mündigen Konsumentinnen und Konsumenten zu erziehen. Bei gemeinsamen Einkäufen im Supermarkt oder auf dem Wochenmarkt können die Kinder die Unterschiede sehen und fühlen. Beim gemeinsamen Kochen kann das Thema Essen schließlich mit Leben gefüllt werden.

Im Schulalter sollten Kinder Selbstkompetenz erlernen. So sollen sie selbst wählen können, welches Obst oder Gemüse sie an diesem Tag gerne essen möchten oder welche Süßigkeiten sie wählen. Dabei steuern Eltern sanft im Hintergrund, nachdem sie klar gemacht haben, dass gewisse Vorgaben einzuhalten sind. Das Kind soll wissen, dass es selbst die Verantwortung für seine Ernährung und seinen Körper trägt.

Ernährung in der Pubertät vom 13.-18. Lebensjahr

Jugendliche kann sich nicht entscheiden zwischen Fastfood und gesunder Nahrung. Schnelle Körperentwicklung, hoher Nährstoffbedarf

In der oft schwierigen Phase der Pubertät wird der Meinung der Freunde ein höherer Stellenwert zugemessen als den Eltern. Jugendliche leben im Hier und Jetzt und ihre Aufmerksamkeit liegt darin, ihre Persönlichkeit zu entwickeln. Es werden Pizza, Hamburger und allerlei anderes ungesundes Essen genossen und gesundes Essen ist „out“, wobei Mädchen sich tendenziell gesünder ernähren als Jungs.

Der Körper des Heranwachsenden entwickelt sich in dieser Lebensspanne immens schnell, was für kurze Zeit mit einem gehäuften Kalorienbedarf einhergeht. Auch der Bedarf an Vitaminen, Mineralstoffen und Protein ist erhöht.

Auch wenn der Einfluss der Eltern auf die Ernährungsweise der Pubertierenden eingeschränkt ist, so müssen sie nicht alles hinnehmen, was Jugendliche an Esskultur bieten. Zuhause bestimmen immer noch die Eltern, was auf den Tisch kommt, dabei sind Kompromisse durchaus möglich. Es sind klare Abmachungen zu treffen, die vorher im „Familienrat“ verhandelt wurden.

Die heiklen Themen wie Alkoholkonsum, Energy-Drinks und Rauchen verlangen ebenfalls nach einer Regelung. Eltern sind hier ganz besonders in der Verantwortung, Stellung zu beziehen und ihren Kindern einen vernünftigen Umgang mit Verlockungen und potenziellen Suchtmitteln aufzuzeigen.

Abschließend ist anzumerken: Wurde dem Jugendlichen vor der Pubertät ein vielfältiger Speiseplan geboten, so stehen die Chanen gut, dass ein gesundes Essverhalten verankert wurde. Oft wird dann nach der Zeit des exzessiven Hamburger und Döner-Verzehrs erfolgreich ein gesundes Ernährungsverhalten im Erwachsenenalter wieder aufgenommen.